BGH 1. Zivilsenat, Beschluss vom 18.12.2025, AZ I ZR 182/22, ECLI:DE:BGH:2025:181225BIZR182.22.0
Verfahrensgang
vorgehend BGH, 6. November 2025, Az: I ZR 182/22, Urteil
vorgehend EuGH, 27. Februar 2025, Az: C-517/23, Urteil
vorgehend BGH, 13. Juli 2023, Az: I ZR 182/22, EuGH-Vorlage
vorgehend OLG Düsseldorf, 3. März 2022, Az: I-20 U 86/19, Urteil
vorgehend LG Düsseldorf, 17. Juli 2019, Az: 15 O 436/16
Tenor
Der Tatbestandsberichtigungsantrag der Klägerin wird als unzulässig verworfen.
Gründe
1
Der Antrag ist mangels Statthaftigkeit unzulässig. Der Tatbestand eines Revisionsurteils unterliegt grundsätzlich nicht der Tatbestandsberichtigung gemäß § 320 ZPO, weil die in ihm enthaltene verkürzte Wiedergabe des Parteivorbringens keine urkundliche Beweiskraft besitzt (BGH, Beschluss vom 17. Dezember 1998 – V ZR 224/97, NJW 1999, 796 [juris Rn. 1]; Beschluss vom 30. Oktober 2003 – I ZR 176/01, GRUR 2004, 271 [juris Rn. 2], jeweils mwN). Ein Ausnahmefall, in dem der Tatbestand des Revisionsurteils nach einer Zurückverweisung für das weitere Verfahren urkundliche Beweiskraft nach § 314 ZPO entfaltet (dazu vgl. BGH, Beschluss vom 22. Februar 1990 – IX ZR 257/88, juris Rn. 2), liegt nicht vor.
Koch
Löffler
Schwonke
Feddersen
Odörfer
