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Verwerfung einer verfristeten Wahlprüfungsbeschwerde gegen die Europawahl 2019 – Beginn der zweimonatigen Beschwerdefrist im Wahlprüfungsverfahren mit Beschlussfassung des Bundestages – Zur Frage der Möglichkeit einer Wiedereinsetzung bei Fristversäumung im Wahlprüfungsverfahren (Beschluss des BVerfG 2. Senat)

Beschluss vom 05.06.2024, AZ 2 BvC 15/20, ECLI:DE:BVerfG:2024:cs20240605.2bvc001520§ 48 Abs 1 Halbs 1 BVerfGG, § 6 Abs 1 S 1 Nr 1 EuWG, § 26 Abs 3 S 3 EuWG

Krankenversicherung – Hilfsmittelversorgung – Kostenerstattungsanspruch für selbst beschaffte hochbrechende Brillengläser (hier: bejaht) – akkomodativer Strabismus (Schielen) bei Minderjährigem – bei dieser Indikation bezüglich der Verordnungsfähigkeit kein Verweis der Hilfsmittelrichtlinie (juris: HilfsMRL) auf die Modalitäten der Abgabe von Brillengläsern zur Verbesserung der Sehschärfe (Urteil des BSG 3. Senat)

Urteil vom 18.04.2024, AZ B 3 KR 16/22 R§ 13 Abs 3 SGB 5, § 33 Abs 1 SGB 5, § 33 Abs 2 SGB 5, § 92 Abs 1 S 2 Nr 6 SGB 5, HilfsMRL

Französische Übersetzung der Pressemitteilung zum Beschluss vom 6. Februar 2024 betreffend den Direktwahlakt 2018 /// Traduction française du communiqué de presse concernant l’arrêt du  | 6 février 2024 sur l’acte portant élection des membres du Parlement européen au suffrage universel direct 2018 (Pressemeldung des BVerfG)

Die Pressemitteilung Nr. 23/2024 vom 29. Februar 2024 zum Beschluss vom 6. Februar 2024 betreffend den Direktwahlakt 2018 ist nun auch in französischer Übersetzung verfügbar und
hier abrufbar.

Sozialgerichtliches Verfahren – Nichtzulassungsbeschwerde – Verfahrensmangel – Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör – Nichtbescheidung eines Terminsverlegungsantrags am Tag der mündlichen Verhandlung – verspätete Vorlage des Antrags an Vorsitzenden – Sicherstellung der unverzüglichen Weiterleitung durch die Poststelle durch organisatorische Maßnahmen der Gerichtsverwaltung – Zurückverweisung (Beschluss des BSG 11. Senat)

Beschluss vom 10.04.2024, AZ B 11 AL 42/23 B, ECLI:DE:BSG:2024:100424BB11AL4223B0§ 160 Abs 2 Nr 3 SGG, § 160a Abs 2 S 3 SGG, § 160a Abs 5 SGG, § 62 SGG, § 124 Abs 1 SGG

Regelung der Vaterschaftsanfechtung in § 1600 Abs 2, Abs 3 S 1 BGB mit Art 6 Abs 2 S 1 GG unvereinbar – Garantie der Möglichkeit des leiblichen Vaters, auch rechtlicher Vater zu werden – Art 6 Abs 2 S 1 GG steht Anerkennung von mehr als zwei Elternteilen als Trägern von Elternverantwortung nicht entgegen (Urteil des BVerfG 1. Senat)

Urteil vom 09.04.2024, AZ 1 BvR 2017/21, ECLI:DE:BVerfG:2024:rs20240409.1bvr201721Art 6 Abs 2 S 1 GG, § 1600 Abs 1 Nr 2 BGB, § 1600 Abs 2 BGB vom 20.07.2017, § 1600 Abs 3 S 1 BGB vom 20.07.2017, Art 8 Abs 1 MRK

Soziale Pflegeversicherung – Pflegebedürftigkeit mit besonderer Bedarfskonstellation – Begutachtungs-Richtlinien zur pflegefachlichen Konkretisierung der Inhalte des Begutachtungsinstruments – Ermächtigung zur regelhaften Ergänzung für sehr seltene Fallkonstellationen iSe Härtefallregelung – keine Ermächtigung der Verwaltung zur Härtefallentscheidung im Einzelfall (Urteil des BSG 3. Senat)

Urteil vom 22.02.2024, AZ B 3 P 1/22 R§ 15 Abs 4 S 1 SGB 11 vom 21.12.2015, § 15 Abs 4 S 2 SGB 11 vom 21.12.2015, § 17 Abs 1 SGB 11 vom 21.12.2015

Schwarzfahren – Minderjährigenschutz

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können, da sie nicht oder nur beschränkt geschäftsfähig sind, im Fal des Schwarzfahrens nicht vom Verkehrsunternehmen zu Zahlung des erhöhten Beförderungsgeldes gezwungen werden, soweit das Beförderungsverhältnis zivilrechtlicher Natur ist. Kinder unter 7 Jahren können einen entgeltlichen Beförderungsvertrag nicht (§ 104, § 105 BGB), Jugendliche im Alter zwischen 7 und 18 Jahren nicht wirksam ohne Zustimmung der Eltern Schwarzfahren – Minderjährigenschutz

BVerfG 1. Senat 2. Kammer: Nichtannahmebeschluss: Grundsätze der prozessualen Waffengleichheit und des rechtlichen Gehörs gelten auch für einstweilige Verfügungsverfahren im Bereich des Lauterkeitsrechts – Verfassungsbeschwerde mangels Feststellungsinteresses erfolglos

Nichtannahmebeschluss vom 27.07.2020, AZ 1 BvR 1379/20, ECLI:DE:BVerfG:2020:rk20200727.1bvr137920Art 3 Abs 1 GG, Art 20 Abs 3 GG, Art 103 Abs 1 GG, Art 9 Abs 4 EGRL 48/2004, § 6 Abs 1 MPG

BVerfG 2. Senat 3. Kammer: Stattgebender Kammerbeschluss: Wohnungsdurchsuchung (§§ 102, 105 StPO) verletzt bei objektiv willkürlicher Bejahung eines Anfangsverdachts das Grundrecht aus Art 13 Abs 1 GG (Unverletzlichkeit der Wohnung) – Einstellung eines Ermittlungsverfahrens wegen eines gleichgelagerten Delikts bietet keine Grundlage für Tatverdacht in neuerlichem Ermittlungsverfahren

Stattgebender Kammerbeschluss vom 27.07.2020, AZ 2 BvR 2132/19, ECLI:DE:BVerfG:2020:rk20200727.2bvr213219Art 13 Abs 1 GG, § 93c Abs 1 S 1 BVerfGG, § 102 StPO, § 105 StPO, § 153 StPO