
Betriebsratsmitglied – Vergütungsanpassung – Mitbestimmung (Beschluss des BAG 1. Senat)
Beschluss vom 26.11.2024, AZ 1 ABR 12/23, ECLI:DE:BAG:2024:261124.B.1ABR12.23.0§ 37 Abs 4 BetrVG, § 78 S 2 BetrVG, § 99 Abs 1 S 1 BetrVG
Beschluss vom 26.11.2024, AZ 1 ABR 12/23, ECLI:DE:BAG:2024:261124.B.1ABR12.23.0§ 37 Abs 4 BetrVG, § 78 S 2 BetrVG, § 99 Abs 1 S 1 BetrVG
Beschluss vom 26.11.2024, AZ VIII S 9/24, ECLI:DE:BFH:2024:B.261124.VIIIS9.24.0§ 10 Abs 3 FGO, § 69 Abs 3 FGO, § 69 Abs 6 S 2 FGO, § 133a Abs 1 Nr 1 FGO, § 133a Abs 4 FGO
Beschluss vom 26.11.2024, AZ VIII B 79/23, ECLI:DE:BFH:2024:B.261124.VIIIB79.23.0§ 96 Abs 1 S 1 FGO, § 105 Abs 2 Nr 5 FGO, § 105 Abs 5 FGO, § 119 Nr 6 FGO, § 115 Abs 2 Nr 3 FGO
Beschluss vom 26.11.2024, AZ 1 StR 381/24, ECLI:DE:BGH:2024:261124B1STR381.24.0
Beschluss vom 26.11.2024, AZ 6 StR 585/24, ECLI:DE:BGH:2024:261124B6STR585.24.0
Urteil vom 26.11.2024, AZ VIa ZR 413/23, ECLI:DE:BGH:2024:261124UVIAZR413.23.0
Urteil vom 26.11.2024, AZ VIa ZR 143/21, ECLI:DE:BGH:2024:261124UVIAZR143.21.0
Urteil vom 26.11.2024, AZ VIa ZR 989/22, ECLI:DE:BGH:2024:261124UVIAZR989.22.0
Urteil vom 26.11.2024, AZ VIa ZR 527/21, ECLI:DE:BGH:2024:261124UVIAZR527.21.0
Urteil vom 26.11.2024, AZ VIa ZR 781/22, ECLI:DE:BGH:2024:261124UVIAZR781.22.0
Urteil vom 26.11.2024, AZ VIa ZR 467/22, ECLI:DE:BGH:2024:261124UVIAZR467.22.0
Urteil vom 26.11.2024, AZ VIa ZR 77/22, ECLI:DE:BGH:2024:261124UVIAZR77.22.0
Urteil vom 26.11.2024, AZ VIa ZR 691/21, ECLI:DE:BGH:2024:261124UVIAZR691.21.0
Urteil vom 26.11.2024, AZ VIa ZR 185/23, ECLI:DE:BGH:2024:261124UVIAZR185.23.0
Urteil vom 26.11.2024, AZ 1 BvL 1/24, ECLI:DE:BVerfG:2024:ls20241126.1bvl000124Art 2 Abs 2 S 1 Alt 2 GG, Art 100 Abs 1 GG, § 80 BVerfGG, § 1832 Abs 1 S 1 Nr 7 BGB vom 04.05.2021, § 1906a Abs 1 S 1 Nr 3 BGB
Die Erhöhung des Arbeitsentgelts eines von seiner beruflichen Tätigkeit freigestellten Betriebsratsmitglieds nach § 37 Abs. 4 oder § 78 Satz 2 BetrVG unterliegt nicht der Mitbeurteilung des Betriebsrats nach § 99 BetrVG. | Die Arbeitgeberin, die regelmäßig mehr als 20 wahlberechtigte Arbeitnehmer beschäftigt, unterhält in Leipzig zwei Autohäuser, für die der antragstellende Betriebsrat errichtet ist. Nachdem der freigestellte Vorsitzende des Betriebsrats im Jahr 2021 erfolgreich das Assessment Center „Führungskräftepotenzial“ durchlaufen hatte, vergütete ihn die Arbeitgeberin entsprechend einer höheren Entgeltgruppe des einschlägigen Tarifvertrags. Der Betriebsrat hat gemeint, ihm stehe hierbei ein Mitbeurteilungsrecht nach § 99 Abs. 1 BetrVG zu, und hat im Rahmen dieses Beschlussverfahrens entsprechend § 101 BetrVG seine Beteiligung gerichtlich geltend gemacht.
Die Aussetzung von Beiträgen zur betrieblichen Altersversorgung aufgrund eines Tarifvertrags zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise und zur Absicherung des Kabinenpersonals muss zu ihrer Wirksamkeit den vom Bundesarbeitsgericht entwickelten Maßstäben zum Vertrauensschutz und zur Verhältnismäßigkeit bei verschlechternden Tarifregelungen genügen. | Die Revision der Beklagten hatte beim Dritten Senat des Bundesarbeitsgerichts Erfolg. Der Senat hat das Urteil aufgehoben und die Sache – mit Ausnahme der unbegründeten Zinsforderungen des Klägers – zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen. Zwar finde die Rückausnahme der Aussetzung der Beiträge des Tarifvertrags Krisenbeitrag und Absicherung Kabine LHA auf den Kläger wegen der Klarstellungsvereinbarung vom 25. Mai 2022 keine Anwendung. Die ursprüngliche tarifliche Regelung war unklar, so dass die spätere Vereinbarung die Lage klarstellen durfte. Allerdings ist die Aussetzung der Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung nach den Grundsätzen des Senats für Tarifverträge zum Vertrauensschutz und zur Verhältnismäßigkeit zu überprüfen. Die Tarifvertragsparteien sind danach zwar nicht verpflichtet, die jeweils zweckmäßigste, vernünftigste oder gerechteste Lösung zu wählen. Wenn die tarifliche Regelung aber zu einer Beschränkung oder zu einem Eingriff in Versorgungsrechte führt, bedürfen die Tarifvertragsparteien legitimierender Gründe. Deren Gewicht hängt von den Nachteilen ab, die den Versorgungsberechtigten durch die Änderung der Versorgungsregelungen entstehen. Dies wird das Berufungsgericht ua. zu überprüfen haben.