Zweiter Jahrestag des rechtsextremistischen Anschlags in Halle (Saale) und Landsberg (Pressemeldung des BMJV)

Zitat des Bundesopferbeauftragten Prof.
Dr. Edgar Franke

Am morgigen 9. Oktober jährt sich der rechtsextremistische und antisemitische Anschlag in Halle (Saale) und Landsberg zum zweiten Mal. Der Attentäter hatte am 9. Oktober 2019, auf den der höchste jüdische Feiertag Jom Kippur fiel, versucht, mit Waffengewalt in eine Synagoge einzudringen. Die verriegelte Eingangstür hielt den zahlreichen Schüssen und Sprengsätzen jedoch stand. Der Angreifer erschoss daraufhin eine 40-jährige Passantin sowie einen 20-jährigen Mann in einem nahegelegenen Dönerlokal. Zwei weitere Menschen wurden in Landsberg schwer verletzt.

Der
Opferbeauftragte der Bundesregierung, Prof.
Dr. Edgar Franke,
MdB
, erklärt:
„Der entsetzliche rechtsextremistische und antisemitische Terroranschlag in Halle und Landsberg erschüttert auch noch zwei Jahre nach der Tat. Wir als Gesellschaft müssen uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die gefährliche Spirale aus Hass, Verschwörungsmythen und Gewalt gestoppt wird. Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit müssen immer die Hinterbliebenen und Verletzten sowie die zahlreichen Augenzeugen, die die Tat miterleben mussten, stehen. Wir werden auch noch viele Jahre nach dem Anschlag weiter für sie da sein.“

Der Bundesopferbeauftragte wird an der Gedenkzeremonie in Halle (Saale) teilnehmen. Nach dem Gedenken wird er Betroffenen des Anschlags für Gespräche zur Verfügung stehen.

Der Opferbeauftragte der Bundesregierung unterstützt Betroffene terroristischer Straftaten. Insbesondere vermittelt er psychologische, soziale und praktische Hilfen. Zudem stellt der Bund finanzielle Soforthilfen für Betroffene terroristischer und extremistischer Taten zur Verfügung, die in den vergangenen Jahren erheblich erhöht wurden.