Jahrestag des islamistischen Messerattentats in Dresden (Pressemeldung des BMJV)

Statements der Opferbeauftragten des Bundes, von Sachsen und Nordrhein-Westfalen

Am 4. Oktober 2021 jährt sich das islamistische Messerattentat auf zwei Männer in der Nähe des Kulturpalastes in Dresden zum ersten Mal. Eines der Opfer erlitt tödliche Verletzungen und verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus. Das zweite Tatopfer wurde schwer verletzt. Zahlreiche Menschen erlebten den Anschlag mit. Die Opferbeauftragten des Bundes, von Sachsen und Nordrhein-Westfalen, wo mehrere Betroffene wohnen, stimmen sich eng ab.

Der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Prof.
Dr. Edgar Franke,
MdB, erklärt:
„Die islamistische Mordtat in Dresden hat schreckliches Leid verursacht. Der Täter griff zwei ihm völlig unbekannte Menschen an – nur weil sie Teil unserer offenen, vielfältigen und freien Gesellschaft sind. Unsere Gedanken sind heute bei den Hinterbliebenen des Ermordeten. Wir bieten auch weiterhin allen Betroffenen unsere Unterstützung an.“

Die Opferbeauftragte der Sächsischen Staatsregierung, Iris Kloppich, erklärt:„Es ist wichtig, mit Respekt, Zivilcourage und Zusammenhalt unsere demokratische Gesellschaft zu stärken. Das ist aktiver und präventiver Opferschutz. Neben der Zivilgesellschaft haben die Länder und auch die neue Bundesregierung hierin eine wichtige Aufgabe.“

Die Beauftragte für den Opferschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Elisabeth Auchter-Mainz, erklärt:„Der erste Jahrestag ist für Hinterbliebene und Betroffene ein besonders schmerzlicher Tag! Auch wenn für sie in dem vergangenen Jahr sicher jeder Tag von Gedanken an die so sinnlose Gewalttat geprägt war, sind an dem Jahrestag die Erinnerungen an den geliebten Menschen noch intensiver. Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind deshalb an diesem Tag in besonderer Weise bei den Hinterbliebenen und Betroffenen. Mein Team und ich sichern ihnen auch in Zukunft unsere weitere Unterstützung zu!“

Der Opferbeauftragte der Bundesregierung und die Opferbeauftragten der Länder arbeiten eng zusammen, um die Betroffenen terroristischer Straftaten bestmöglich zu unterstützen. Insbesondere vermitteln sie psychologische, soziale und praktische Hilfen. Zudem stellt der Bund finanzielle Soforthilfen für Betroffene terroristischer und extremistischer Taten bereit, die in den vergangenen Jahren deutlich erhöht wurden.