Die juristische Ausbildung braucht ein Update (PM 38/20 des DAV)

Pressemitteilung Rechtspolitik

Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestags am 11. Dezember

Berlin (DAV). In Justiz und Rechtsdienstleistungsmarkt spielt die Digitalisierung eine immer größere Rolle. Gleichzeitig wird die Lebenswirklichkeit und damit die Arbeit von Justiz und Anwaltschaft zunehmend komplexer. Mit einem Antrag bzw. einer Initiative haben die Fraktion die LINKE und die FDP Vorschläge gemacht, wie die Juristenausbildung dem gerecht werden kann.
„Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat sich bereits wiederholt dafür ausgesprochen, das juristischen Ausbildungssystem zu reformieren und unterstützt entsprechende Bestrebungen“, sagt
Dr. Sven Hasenstab, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses des Forums Junge Anwaltschaft im DAV. Dies setze aber voraus, dass das Staatsexamen und die starke Praxisorientierung erhalten bleiben.

Unter anderem begrüßt es der DAV, dass die Herausforderung des “Legal Tech” bei der juristischen Ausbildung ebenfalls berücksichtigt werden soll.
Rechtsanwalt Hasenstab ergänzt:
„Das darf sich allerdings nicht auf Rechtsfragen beschränken. Eine Vermittlung der technischen Grundlagen gehört ebenfalls dazu. Dies sollte interdisziplinär stattfinden, etwa mit Lehrenden aus der Informatik.“

Digitalisierung der Juristenausbildung

Zudem ist es an der Zeit, auch die Ausbildung selbst in Teilen zu digitalisieren. Der DAV unterstützt etwa den Vorschlag, Prüfungsleistungen künftig auch digital erbringen zu können. Die Anzahl der Klausuren insgesamt zu reduzieren, hält der DAV nicht für sinnvoll. Dies würde nur die Bedeutung der einzelnen Prüfungsleistung und damit den Druck erhöhen. Wichtiger wäre es aus Sicht des DAV, Spezialmaterien wie Wasserrecht zu streichen. Nicht aus dem Prüfungsstoff des zweiten Staatsexamens gestrichen werden dürfen hingegen die Klausuren aus Anwaltssicht.
„Die Anwaltschaft ist für Absolventinnen und Absolventen weiterhin das größte berufliche Betätigungsfeld. Auch alle andere müssen die Anwaltsperspektive kennen“, erläutert
Hasenstab.

Zur FDP-Initiative “Juristenausbildung an digitales Zeitalter anpassen” findet am 11. Dezember eine öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestags statt. Die Fraktion die LINKE hat mit „Juristische Ausbildung reformieren, Transparenz und Qualität erhöhen, Chancengleichheit gewährleisten“ ebenfalls einen Antrag zur Reform der Juristenausbildung eingereicht.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der
DAV-Stellungnahme und dem
Thesenpapier des juristischen Nachwuchses. Es wurde im Rahmen eines vom DAV ausgerichteten FORUMs zur Juristenausbildung erarbeitet und im November vorgestellt.

Pressemitteilung vom
11.12.2020 09.40

Berlin (DAV). In Justiz und Rechtsdienstleistungsmarkt spielt die Digitalisierung eine immer größere Rolle. Gleichzeitig wird die Lebenswirklichkeit und damit die Arbeit von Justiz und Anwaltschaft zunehmend komplexer. Mit einem Antrag bzw. einer Initiative haben die Fraktion die LINKE und die FDP Vorschläge gemacht, wie die Juristenausbildung dem gerecht werden kann.
„Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat sich bereits wiederholt dafür ausgesprochen, das juristischen Ausbildungssystem zu reformieren und unterstützt entsprechende Bestrebungen“, sagt
Dr. Sven Hasenstab, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses des Forums Junge Anwaltschaft im DAV. Dies setze aber voraus, dass das Staatsexamen und die starke Praxisorientierung erhalten bleiben.

Unter anderem begrüßt es der DAV, dass die Herausforderung des “Legal Tech” bei der juristischen Ausbildung ebenfalls berücksichtigt werden soll.
Rechtsanwalt Hasenstab ergänzt:
„Das darf sich allerdings nicht auf Rechtsfragen beschränken. Eine Vermittlung der technischen Grundlagen gehört ebenfalls dazu. Dies sollte interdisziplinär stattfinden, etwa mit Lehrenden aus der Informatik.“

Digitalisierung der Juristenausbildung

Zudem ist es an der Zeit, auch die Ausbildung selbst in Teilen zu digitalisieren. Der DAV unterstützt etwa den Vorschlag, Prüfungsleistungen künftig auch digital erbringen zu können. Die Anzahl der Klausuren insgesamt zu reduzieren, hält der DAV nicht für sinnvoll. Dies würde nur die Bedeutung der einzelnen Prüfungsleistung und damit den Druck erhöhen. Wichtiger wäre es aus Sicht des DAV, Spezialmaterien wie Wasserrecht zu streichen. Nicht aus dem Prüfungsstoff des zweiten Staatsexamens gestrichen werden dürfen hingegen die Klausuren aus Anwaltssicht.
„Die Anwaltschaft ist für Absolventinnen und Absolventen weiterhin das größte berufliche Betätigungsfeld. Auch alle andere müssen die Anwaltsperspektive kennen“, erläutert
Hasenstab.

Zur FDP-Initiative “Juristenausbildung an digitales Zeitalter anpassen” findet am 11. Dezember eine öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestags statt. Die Fraktion die LINKE hat mit „Juristische Ausbildung reformieren, Transparenz und Qualität erhöhen, Chancengleichheit gewährleisten“ ebenfalls einen Antrag zur Reform der Juristenausbildung eingereicht.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der
DAV-Stellungnahme und dem
Thesenpapier des juristischen Nachwuchses. Es wurde im Rahmen eines vom DAV ausgerichteten FORUMs zur Juristenausbildung erarbeitet und im November vorgestellt.

Berlin (DAV). In Justiz und Rechtsdienstleistungsmarkt spielt die Digitalisierung eine immer größere Rolle. Gleichzeitig wird die Lebenswirklichkeit und damit die Arbeit von Justiz und Anwaltschaft zunehmend komplexer. Mit einem Antrag bzw. einer Initiative haben die Fraktion die LINKE und die FDP Vorschläge gemacht, wie die Juristenausbildung dem gerecht werden kann.
„Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat sich bereits wiederholt dafür ausgesprochen, das juristischen Ausbildungssystem zu reformieren und unterstützt entsprechende Bestrebungen“, sagt
Dr. Sven Hasenstab, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses des Forums Junge Anwaltschaft im DAV. Dies setze aber voraus, dass das Staatsexamen und die starke Praxisorientierung erhalten bleiben.

Unter anderem begrüßt es der DAV, dass die Herausforderung des “Legal Tech” bei der juristischen Ausbildung ebenfalls berücksichtigt werden soll.
Rechtsanwalt Hasenstab ergänzt:
„Das darf sich allerdings nicht auf Rechtsfragen beschränken. Eine Vermittlung der technischen Grundlagen gehört ebenfalls dazu. Dies sollte interdisziplinär stattfinden, etwa mit Lehrenden aus der Informatik.“

Digitalisierung der Juristenausbildung

Zudem ist es an der Zeit, auch die Ausbildung selbst in Teilen zu digitalisieren. Der DAV unterstützt etwa den Vorschlag, Prüfungsleistungen künftig auch digital erbringen zu können. Die Anzahl der Klausuren insgesamt zu reduzieren, hält der DAV nicht für sinnvoll. Dies würde nur die Bedeutung der einzelnen Prüfungsleistung und damit den Druck erhöhen. Wichtiger wäre es aus Sicht des DAV, Spezialmaterien wie Wasserrecht zu streichen. Nicht aus dem Prüfungsstoff des zweiten Staatsexamens gestrichen werden dürfen hingegen die Klausuren aus Anwaltssicht.
„Die Anwaltschaft ist für Absolventinnen und Absolventen weiterhin das größte berufliche Betätigungsfeld. Auch alle andere müssen die Anwaltsperspektive kennen“, erläutert
Hasenstab.

Zur FDP-Initiative “Juristenausbildung an digitales Zeitalter anpassen” findet am 11. Dezember eine öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestags statt. Die Fraktion die LINKE hat mit „Juristische Ausbildung reformieren, Transparenz und Qualität erhöhen, Chancengleichheit gewährleisten“ ebenfalls einen Antrag zur Reform der Juristenausbildung eingereicht.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der
DAV-Stellungnahme und dem
Thesenpapier des juristischen Nachwuchses. Es wurde im Rahmen eines vom DAV ausgerichteten FORUMs zur Juristenausbildung erarbeitet und im November vorgestellt.

Pressemitteilung vom
11.12.2020 09.40