Online-Konferenz zu „Datenökonomie, KI und geistiges Eigentum“  |  | (daran anschließend: Workshops zum Urheberrecht) (Pressemeldung des BMJV)

Frei zugänglicher
Livestream am 8. September 2020

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz veranstaltet im Rahmen der deutschen
EU-Ratspräsidentschaft am 8. September 2020 vormittags eine
Online-Konferenz zum Thema „Datenökonomie, KI und geistiges Eigentum“. Am 8. September 2020 nachmittags werden sich – als Auftakt einer Reihe von Workshops – zwei Panels zum Urheberrecht anschließen.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht erklärt dazu:
„Der Schutz des geistigen Eigentums steht vor neuen Herausforderungen. Das liegt an der Digitalisierung und vor allem an der hochdynamischen Entwicklung auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz. Wollen wir die Chancen der Digitalisierung ergreifen, müssen wir als Regulierer innovativ sein. Nur dann können wir sicherstellen, dass die wertvolle Ressource Daten nicht nur wirtschaftlichen Einzelinteressen, sondern – und zwar: vor allem! –unserem Gemeinwohl dient. Dafür wollen wir die richtigen Weichen stellen.

Ich freue mich deshalb, dass wir hochrangige Experten und Expertinnen aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft zusammenbringen können.“

Nach einer Begrüßungsansprache der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, wird der
EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Thierry Breton, ein Grußwort sprechen. Im Anschluss daran finden die
Online-Konferenz und im Anschluss zwei Workshops statt. Sie sind Auftakt einer Reihe weiterer Workshops im Rahmen der deutschen
EU-Präsidentschaft.

Die Konferenz wird am 8. September 2020 von 9:20 Uhr bis 13:15 Uhr unter nachstehender Adresse im frei abrufbaren
Livestream auf Englisch, Französisch und Deutsch zu sehen sein:
www.eu2020-bmjv-intellectual-property.de

Am Nachmittag werden Workshops zu den Themen „Urheberrecht – Perspektive 2030“ und „Copyright Infrastructure“ abgehalten. Auch diese beiden Workshops (in englischer Sprache) sind am 8. September 2020 von 14:30 Uhr bis 16:45 Uhr über den Stream
www.eu2020-bmjv-intellectual-property.de empfangbar.

Das vollständige Programm der Konferenz und der Workshops finden Sie
hier.

Auf der Konferenzseite finden Sie darüber hinaus Informationen zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz, Videoclips zu den Konferenzthemen sowie zahlreiche weitere Materialien.

Zu den Themen der Konferenz:

Welche Herausforderungen ergeben sich aktuell und in der Zukunft durch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz für die Datenwirtschaft und für die Rechte des geistigen Eigentums? Im Rahmen der deutschen
EU-Ratspräsidentschaft wollen wir uns dieser Frage widmen und in einem interdisziplinären Ansatz die Grundlage für eine politische Standortbestimmung aus Sicht des geistigen Eigentums schaffen.
Ein starkes und ausgewogenes System des Schutzes von geistigem Eigentum ist, gerade zur Bewältigung der COVID19-Pandemie, eine entscheidende Voraussetzung für Innovation und eine positive wirtschaftliche Entwicklung in Europa. Wir freuen uns daher sehr, dass wir hochrangige Vertreterinnen und Vertreter sowie hervorragende Expertinnen und Experten für einen gemeinsamen virtuellen Austausch gewinnen konnten. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm.

Zu den Themen der Urheberrechts-Workshops:

Nachmittags unmittelbar an die Konferenz schließen sich zwei Workshops zum Urheberrecht an: Der erste Workshop „Urheberrecht – Perspektive 2030“ beschäftigt sich damit, welche Herausforderungen sich aus Sicht der Wissenschaft für die Regulierung des urheberrechtlichen Systems stellen. Die zweite Veranstaltung „Copyright Infrastructure“ greift Initiativen der vorangegangen finnischen und kroatischen Präsidentschaft auf und beschäftigt sich mit der Frage, wie Metadaten über geschützte Inhalte in der vernetzten und digitalisierten Welt verbessert werden können.

Weitere im
Online-Format geplante Workshops:

Im Rahmen des Workshops zur Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte “Possibilities of using AI in order
to disrupt financial flows for better IP enforcement” am 13. Oktober 2020 soll unter anderem das Potential der Nutzung von auf KI-Technologie basierter Programme, insbesondere durch Onlineverkaufsplattformen und durch Bezahl-Systeme, zur Bekämpfung des Handels mit Piraterieware diskutiert werden.

Ein weiterer Workshop mit dem Titel „Intellectual Property and Pandemics“ wird sich am 29. Oktober 2020 mit Fragen des Schutzes geistigen Eigentums und insbesondere des Patentschutzes auf nationaler wie internationaler Ebene im Zusammenhang mit der aktuellen Pandemie und dem Interesse des Gemeinwohls an einer medizinischen Versorgung der Bevölkerung beschäftigen.

Außerdem wird sich ein Workshop zum Thema “New
Designs, New Designers –
Design Law in
the Face of New Technologies” am 26. November 2020 mit den Herausforderungen beschäftigen, die neue Technologien, wie der Einsatz künstlicher Intelligenz und neue multimediale Gestaltungsformen, an einen innovationsfördernden und zukunftsorientierten Designschutz stellen.